Posted by bennohamann on Oktober 19th, 2009 | 1 comment
Ein Blog verpflichtet! Das würde man wohl behaupten, zumindest in der Phase die der eigentlichen Nutzung eines Blogs vorausgeht. Nun ja, ich denke das oben stehende Datum ist Beweis genug dafür, dass diese Behauptung nicht unumstürzlich ist. Aber wer will sich hier denn gleich entschuldigen? Schließlich ist mein Schwedenaufenthalt ja nicht mit dem Ziel verbunden die bisher nur sperrliche Medienpräsenz dieses Halbinselstaates zu steigern. Mehr ist es mir ein Anliegen meine Präsenz auf diesem angehm kühlen Landstreifen zu erhöhen. Und das gelingt mir zunehmend besser. Oft schieße ich dabei sogar über das angepeilte Ziel hinaus. So konnte ich nun auch schon Turku und Riga auf meiner Karte mit einem Punkt versehen. Aber auch in Stockholm selbst gelingt es mir schon deutlich häufiger gewohnte Pfade zu verlassen. Ein Indiz für meine stetig wachsende Entdeckungbereitschaft, ist beispielsweise die Nutzung des Stockholmer Busnetzes, das zugegebener Maßen manchmal etwas abenteuerlich daher kommt. Ich darf an dieser Stelle also mit Fug und Recht behaupten, das nächst höhere Level erreicht zu haben. “Der fortgeschrittene Tourist.” Dieser unterscheidet sich schon äußerlich vom Anfänger. Der fortgeschrittene Tourist staunt nicht wenn er etwas neues entdeckt hat – er betrachtet! Darüber hinaus zeichnet ihn auch eine gesteigerte Souveränität aus. So hat der fortgeschrittene Tourist sich gänzlich vom abruppten stehen bleiben und dem ahnungslosem Umschauen gelöst. Dies kommt ihm besonders beim Aussteigen aus der U-Bahn und beim Verlassen von Rolltreppen sehr zu gute.
So erfreulich wie diese Entwicklung auch ist, so kann sie dennoch nicht über eines hinwegtäuschen. Der Fortgeschrittene Tourist ist und bleibt eben noch ein Tourist. Dementsprechend ist mein nächstes Ziel nun das Bestehen des Schwedisch Kurses. Sollte dieser im November von mir bestanden werden, kann sich die ICA Kassiererin schon mal auf was gefasst machen.
Posted by bennohamann on August 25th, 2009 | 1 comment
Lange hat es gedauert bis das Archiv des Bundes der deutschen Marinetaucher im Ruhestand e.V. die von mir als verschollen geglaubten Aufnahmen herausgerückt hat. Ach da kommen Erinnerungen hoch.
Doch wie schon in meiner Kurzmeldung der letzten Woche zu lesen war, bin ich dem Wasser wieder etwas näher gekommen. Sogar die fixe Idee des Baden gehens durchschoss des öfteren meinen ach so universitätsbeladenen Kopf. Doch nie überschritt ich die leicht steinige Schwelle ins quellend kühle Nass. Und so mußte ich mich nicht wundern wie mir geschah, wieder einmal nur einen Köttbullar von einem See entfernt. Genauso überrascht wie mittellos stand ich in einem schwedischen Schauer.
Nun ja, wie sagt schon ein altes Sprichwort: “Die Natur macht Herren und Knechte.” Und so hat sich der feine Herr heute erstmal eine Regenjacke zugelegt. Das Wasser muß erst einmal kondensiert werden, dass mich jetzt noch aus der Fassung bringt.
Posted by bennohamann on August 20th, 2009 | 2 comments
Ein ernst zu nehmender Hinweis an meinem Fahrstuhl
Alle Sorgen waren unbegründet. Wer in Schweden landet, der landet im Land der Voraussicht, im Land des unendlichen Sicherheitsabstandes und in einem Land das anscheinend gut vorbeteitet ist auf alle Eventualitäten. Besser gesagt, ein Land das einem alle Eventualitäten aufzeigt noch bevor sie einen überraschen können (siehe Bild). Ich bin hier sicher und sollte mir etwas zustoßen, dann muß es mit Vorsatz gewesen sein, denn ich wurden ganz bestimmt zuvor schon einmal auf den dann eingetretenen Fall hingewiesen. Aber mir ist auch noch nichts zugestoßen, somit scheint es vielleicht sogar zu funktionieren.
Meine Unterkunft jedenfalls stellte sich als ein kleines Königreich heraus. Gut, ein altes etwas abgelegenes kleines Königreich aber immer hin. Eine eigene Dusche, WC, Bett, Schreibtisch+Lampe und einen Schrank (dessen Größe vermuten läßt, dass dieses Zimmer in seiner Konzeptionsphase für zwei kalkuliert wurde) kann ich nun mein Eigen nennen. Die ersten Tage waren relativ entspannt, abgesehen von der Nachricht meines Vermieters, der mir mit stolz geschwollener Brust berichtet hat, dass mein Internetanschluss voraussichtlich noch dieser Jahr freigeschaltet werden wird. Alice scheint also auch in Schweden seine Finger im Spiel zu haben.
Ansonsten habe ich schon eine 2 stündige Stadtrundfahrt mit dem Bus hintermir und mindestens genauso viel Zeit auch schon in Warteschlangen verbracht. Viele die das jetzt hören (lesen) dürften sehr verwundert sein. Angesichts der Tatsache, dass meine körperliche Verfassung zuletzt maximal 5 Minuten aufrechtes Stehen zulies, hören sich 2 Stunden stehen fast schon wie die Rückkehr Jesus Christus auf die Erde an. Tja horcht auf und staunet ihr Ungläubigen. Laufen geht er, richtig laufen. Und dies nicht im ausphaltgebeuteltem Stadtgebiet. Nein, direkt in der Natur die da 100 Meter vor meiner Haustür so unschuldig warten mit ihrem Schwanz aus Schwedischer Fichte nach mir wedelt.
Oh ja mit solch einem Satz kann man schließen. Also bis die Tage
Posted by bennohamann on August 16th, 2009 | 0 comments
So Freunde, Dienstag früh geht´s ab auf die Halbinsel. Auf diesem Blog wurde eigentlich schon genug der Wehmut gefröhnt und dennoch, ein letztes mal sei es mir gestattet. In den vorangegangenen Wochen hätte ich gerne noch bei dem ein oder andere in den Armen gelegen. Hätte gerne den zahlreichen Erinnerungen aus unserer Kindheit hinterher geweint. Wir hätten uns noch soviel eis kaufen sollen und Schwäne beim Füttern mit Toastbrotkanten an den Erstickungstot heranführen können.
Für meine Unpässlichkeit in den letzten Wochen an dieser Stelle schon einmal ein: Es tut mir leid. Aber ich wäre nicht ich, wenn euch nicht noch in letzter Minute solch ein kläglicher Einladungsversuch via Massenmailing erreichen würde. Und so sehe ich mit diesem post meinen Kopf schon halb aus der Schlinge befreit.
Also was nun? Frei nach dem beliebten Motto des Zwanglos III “Alles kann, nichts muss” werde ich am Montag, wenn die Tasche gepackt ist und mir wieder einmal der vorläufige Reisepass vom Bezirksamt übergeben wurde, ab 18:28 auf der begrünten Gehweg-Terrasse der Luna Bar sitzen.
Jeder, der Zeit hat und/oder sich persönlich davon überzeugen möchte, dass es mir mit Schweden wirklich ernst ist, soll doch einfach vorbeikommen.
Ein letztes Bier mit dir
Montag, 17.08.09
18:28 Uhr
Luna 28, Frankenstraße 2, 10781 Berlin (Schöneberg)
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Aus der Kategorie Überschriften gegen die ich mich entschieden habe:
Saufen bis der Schwab kommt
Ein Bier macht noch keinen Abschied
Ein Bier allein macht nicht dicklich
Sonne Mond und Sterne Bier habn alle gerne
Posted by bennohamann on August 12th, 2009 | 3 comments
Abschied nehmen tut weh! Und natürlich sehe ich die Tränen in euren Augen wenn ihr mir zufällig auf der Straße begegnet oder wir gemeinsam den Fachgastronom unseres Vertrauens wieder einmal auf die Reise schicken.
Mir ist euer Schmerz nicht entgangen! Nächte lang lag ich wach, um meine Entscheidung immer wieder zu überdenken. Kann ich euch das antun? Wie werdet ihr reagieren? Und wird dieser eine Schritt vielleicht alles bisher Dargewesene ins Gegenteil verkehren?
Ihr kennt mich. selbstlos, aufopferungsvoll und stets nur euer Bestes im Sinn. Also habe ich mich für das einzig Richtige entschieden.
Einen Benno Hamann Erinnerungskalender
Und so werde ich von heute an mit der von mir gewohnten Geschwindigkeit und Konstanz in unregelmäßigen Abständen ein Foto hochladen. Ein Foto welches einen besonderen Moment festhält und zwar einen Moment mit mir. So möchte ich euch hier bis zum 31.08. einen bunten Strauß an Erinnerungen mit mir bereitstellen aus dem ihr dann euren persönlichen Benno Hamann Erinneringskalender basteln könnt. All den Zweiflern da draussen möchte ich vorab schon mit Goethe entgegnen, der es so treffend verstand, meinen Antrieb für diesen durchaus gewagten Schritt in Worten festzuhalten.
Laß mein Aug den Abschied sagen,
Den mein Mund nicht nehmen kann!
Schwer, wie schwer ist er zu tragen,
Und ich bin doch sonst ein Mann.
Und hier nun das Motiv für September:
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Aus der Kategorie Überschriften gegen die ich mich entschieden habe:
Werd dann mal verschweden
Aller Abschwed ist schwer
Posted by bennohamann on August 6th, 2009 | 1 comment
Das erste was einem einfällt wenn es darum geht ein Zimmer in einer WG zu bekommen, sind Fragen die nicht mal die eigene Mutter einem stellen würde. Darüber hinaus begegnen einem auch öfter die absurdesten Neuauslegungen des metrischen Systems. Zentimeter werden in Anzeigen zu Dezimetern, so dass allein die Fensterbretter des zu erwerbenden Zimmers zum Nächtigen ausreichen würden.
Aber nicht so in Stockholm. Manchmal braucht man eben nur ein bisschen Glück im Leben. Wie auch immer. Meine zwei zukünftigen Mitbewohnerinnen sprechen nicht nur ausgezeichnet Deutsch, sondern halten auch noch die ganze Bude tip top in Ordnung.
Posted by bennohamann on Juli 25th, 2009 | 2 comments
Allem vorweg: Ich bin kein guter Angler. Dieser Umstand allein kann jedoch nicht verhindern, dass ich mich auch im Bereich Fischfang derzeit weiterbilde. Und dies aus einem guten Grund. Nur ein Satz, beiläufig erwähnt von einer schwedischen Reiseführerin, entfesselte bei mir einen nie zuvor dargewesenen Jagddrang. Angeln in Stockholm ist kostenlos! Man benötigt also keinen Angelschein sowie auch keinen Gewässerschein. Wie gerne hätte ich mich auch schon an heimischen Gewässern niedergelassen um an den kleinsten Löschteichen dieser Nation bei unerwarteter Posenregung mir meinen Adrenalinkick zu holen. Doch bisher trennte mich von diesem Glück immer ein zweiwöchiger Fischfilettierkurs des Deutschen Angelverbands Fishwatch und Nudisten eV und Co KG.
Jetzt stehen mir Petris Pforten offen. Und meine Vorfreude kennt kein halten mehr. Wie auch? Gibt man bei google “Angeln in Stockholm” ein, so ist gleich der zweite Treffer ein Bericht von Arno de Freese über seine Hechtjagd im schwedischen Schärengarten. Sechs Bilder mit bis zu mannshohen Fischen säumen dieses harmlos als “Geräteprobe” beschriebene Gemetzel. Da kann man ja nur die Hand zur Mighty Mouse nehmen und bei ebay alles ersteigern was einen Harken hat. Und so war es auch. Anbei die erste Ausbeute meiner digitalen Schleppnetzfischerei.
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Aus der Kategorie Überschriften gegen die ich mich entschieden habe: